Bald geht es los

Sonntag, 16.12.2012

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.

Start mit keinen Hindernissen

Donnerstag, 02.05.2013

Der letzte Arbeitstag ist vorbei, das Reisemobil ist gepackt und eigentlich könnte es losgehen - aaaber: Die Anmeldung des Autos haben wir auf die letzte Woche in Berlin verschoben und als wir letzten Dienstag beim Amt ankamen, gab es eine böse Überraschung: Da wir keinen festen Wohnsitz mehr in Deutschland besitzen, konnten wir unseren kleinen Bus nicht anmelden - Damn! 

Gut, dass  es Freunde gibt - wir haben schnell einen Untermietvetrag bei unser besten Freundin gemacht, ich habe mich schnell wieder angemeldet - und jetzt ist tatsächlich alles (ALLES!) geschafft. 

Noch eine kleine Abschiedstour bei Freunden und Familie quer durch Deutschland gen Süden, dann geht es nach Spanien zur Fähre nach Marokko!

Afrika

Freitag, 10.05.2013

Wir sind in Marokko! Die Abschiedstour durch Deutschland war schön - wir werden euch vermissen! Und wir haben Stefans Rat angenommen, und haben die Verbindung Sète – Tanger genommen und schon auf der Überfahrt viele interessante Leute kennengelernt.

Die langsame Fahrt durch Frankreich und Spanien war schön, aber wir hatten nur die Überfahrt im Auge und haben deshalb kaum Augen für die Pracht der Landschaft. Der Wagen fährt einwandfrei. Hoffentlich bleibt es so. ;)

Den ersten Teil der Reise werden wir mit einem Pärchen aus Schweden gemeinsam machen - ihr Ziel liegt in der Mitte von Algerien - also genau auf unserer Route. Bericht folgt, sobald wir Internet finden!

 

Gizeh - nach kurzem Zwischenstopp in Kairo

Mittwoch, 04.09.2013

Campen mit Blick auf die Pyramiden (Camp Salma)!

Vollständige Berichte schreiben, wenn Zeit ist, an dieser Stelle nur so viel: Wir empfehlen Ohropax und einen kräftigen Magen, denn die Müllverbrennung in der Nähe neigt zu spontanen Detonationen und die Tier-Kadaver im angrenzenden offenen Kanal riechen nicht wirklich frisch. Zum Glück wechselt die Windrichtung regelmäßig.

Wir treffen leider nur wenige Afrika-Reisende, dafür aber viele hochsympathische Familien, die hier Urlaub machen. Die Besichtugung der Pyramiden ersparen wir uns, wir wollen weiter, zu den tollen Tauchgebieten, von denen uns viele Mitcamper mit leuchtenden Augen vorschwärmen...


Schotterpisten

Dienstag, 15.10.2013

Für die Fahrt von Wadi Halfa bis Dongola gibt es zwei Optionen: die kürzere Route führt parallel entlang der Bahnlinie, doch es gibt Gerüchte von mehreren arg versandeten Stellen, die mit unserem Wagen erventuell nicht passierbar sind. Wir wählen nach Absprachen mit einem anderen Weltreiserpaar aus Rotterdam eine alternative Route entlang am Nil quer durch die Wüste. Die "Straße" besteht aus steinhartem Wellblech, Staub der uns bis an die Knie reicht und das ganze immer wieder unterbrochen von dickem, zähflüssigen Schlamm...

Gerne würden wir uns zwischendurch einfach mal zurückziehen und ein wenig ausruhen, aber die Einheimischen sind sehr freundlich und suchen Kontakt, sobald wir anhalten. Sie wollen wissen, woher wir kommen und wohin wir fahren - und nach einigen müden Momenten können wir der unglaubelichen Freundlichkeit nichts mehr entgegensetzen und haben jedes Mal eine wunderbare Zeit. Letztendlich schaffen wir pro Tag gerade mal knapp 100km - bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 10 -15km/h...

Kurz vor Dongola - Rettung in Not

Mittwoch, 16.10.2013

Extrem erschöpft sind wir endlich in Dongola angekommen. Was war passiert? Wir haben uns bei dem Versuch, eine gigantische Schlammkuhle zum umfahren, am Straßenrand festgefahren. Mitten in der Nacht, weitab von jeglicher Zivilisation. All unsere Versuche, die Reifen mit Mattten und Handtüchern zu stabilisieren schlugen fehl, wir haben uns nur immer tiefer eingegraben. Der Krach und unser Gefluche lockten schließlich drei Einheimsche an, aber auch mit ihrer Hilfe konnten wir den Wagen nicht befreien. Wir waren kurz davor, den gesamten Wagen zu entladen, als wir leises Motorbrummen in der Ferne vernahmen. Der Stein, der mir vom Herzen fiel, muss bis Berlin zu hören gewesen sein...
Rettung nahte in Form eines Isuzu Pickups, gefahren von zwei Frankfurtern (!), Thomas und Hans - die Teile ihrer Kindheit in Dongola verbracht hatten und regelmäßig ihren Jahresurlaub in der Gegend verbringen. Sie hielten sofort an und betrachteten mit fachkundigen Blicken unser Unglück. Mit einem breiten Grinsen hoben sie schließlich zwei Sandbleche von ihrer Ladefläche, und mit vereinten Kräften schafften wir es, den Sprinter aus dem Sand zu ziehen... In Dongola angekommen tauschen wir Telefonnummern und weitere Infos, und versprachen, Kontakt zu halten. DANKE JUNGS!